Hügel-HopperTraunviertel

Kreuzberg in Kremsmünster – sieben Minuten zum Gipfelkreuz

Der Kreuzberg liegt mitten in Kremsmünster, ein bewaldeter Hügel zwischen Glasgasse und Papiermühlstraße, direkt über der Krems. Oben steht ein großes Gipfelkreuz. Vom Einstieg sind es nur rund sieben Minuten hinauf bei geschätzten 50 Höhenmetern. Der Weg ist nicht markiert und mittlerweile sehr verwachsen, Aussicht gibt es oben kaum — dafür ist es ein einsames Platzerl mit Bänken, an dem man selten jemandem begegnet. Am Fuß des Hügels erinnert ein Gedenkstein an die Gablonzer Glasfacharbeiter, die hier 1946 ihre Siedlung gegründet haben.

Von

Das große Holzkreuz am Kreuzberg in Kremsmünster, davor eine Bank

Es gibt Gipfel, für die braucht man einen freien Tag. Und es gibt den Kreuzberg in Kremsmünster: sieben Minuten, und man steht beim Gipfelkreuz.

Er liegt mitten im Ort — ein bewaldeter Hügel zwischen Glasgasse und Papiermühlstraße, direkt über der Krems. Von unten sieht man ihn kaum als Berg, und genau das macht ihn aus.

Wo man einsteigt

Der Weg beginnt an der Gablonzer Straße, dort wo die Papiermühlstraße abzweigt. Auf der Wiese steht der Gedenkstein — an dem gehst du vorbei, und gleich dahinter führt der Steig den Hang hinauf.

Einen eigenen Parkplatz gibt es nicht, rundum sind Wohnstraßen. Praktischer ist ohnehin der Bus: die Haltestelle Kremsmünster Glasgasse liegt rund 120 Meter vom Einstieg entfernt.

Die Eckdaten

  • rund 90 Meter bis zum Kreuz, hin und retour knapp 200
  • rund 7 Minuten ab der Einstiegsstelle
  • etwa 50 Höhenmeter (geschätzt)
  • leicht, aber unmarkiert und sehr verwachsen

Oben

Beim Kreuz angekommen steht man vor einem großen Gipfelkreuz — für einen Hügel dieser Größe überraschend stattlich. Aussicht gibt es kaum, der Bewuchs nimmt den Blick ins Land.

Dafür ist es ein einsames Platzerl. Mitten im Ort, und trotzdem ist dort oben selten jemand.

Woher das Kreuz kommt

Das Kreuz steht schon lange auf dieser Anhöhe. In den Fünfzigerjahren wurde es von der Gablonzer Genossenschaft restauriert und ab damals nachts beleuchtet. Aus derselben Zeit stammen der Fußweg in seiner heutigen Form und die Bänke am Berg.

Stand heute ist die Beleuchtung aus — wer abends hinaufgeht, um das leuchtende Kreuz zu sehen, wird enttäuscht.

Am Fuß des Hügels steht ein Gedenkstein. Seine Inschrift erklärt die Straßennamen ringsum:

„1946 gründeten heimatvertriebene Glasfacharbeiter aus dem Bezirk Gablonz a. d. Neiße diese Siedlung. Unser Dank dem Land Oberösterreich und der Marktgemeinde Kremsmünster.“

Daher die Gablonzer Straße, daher die Glasgasse. Und „Kreuzberg“ heißt nicht nur der Hügel, sondern auch die Siedlungsstraße, die bei der Firma Schöler von der Gablonzer Straße abzweigt und steil Richtung Helmberg hinaufführt.

Angaben zur Geschichte: Marktgemeinde Kremsmünster.

Eignung

Der Weg ist nicht markiert und mittlerweile ziemlich verwachsen. Verlaufen kann man sich auf dem kleinen Hügel kaum, aber festes Schuhwerk und lange Hosen sind ratsam.

Die beste Zeit ist für mich das Frühjahr. Einkehren kann man am Weg nicht — dafür geht man die paar Schritte zurück in den Ort.

Nicht zu verwechseln

Wer „Kreuzberg“ sucht, landet im Netz fast immer in Krems an der Donau — dort heißt der Hausberg ebenso. Das ist ein anderer Berg, rund 170 Kilometer entfernt. Zum Kreuzberg in Kremsmünster findet man online praktisch nichts.

Wenn du mehr Zeit hast

Der Kreuzberg ist in sieben Minuten erledigt — Kremsmünster hat aber mehr zu bieten.

Gleich in der Nähe liegt der Tempetal-Rundweg — durchs Tempeltal zum Panoramaplatz „Baum mitten in der Welt“ und weiter zu den Teufelshöhlen mit Blick aufs Stift. Noch kürzer und ganz flach ist die Runde um die Schacherteiche zwischen Kremsmünster und Sipbachzell.

Und wer schon da ist, sollte das Stift Kremsmünster nicht auslassen — die Sternwarte, die Fischkalter und die Stiftsbibliothek sind einen eigenen Nachmittag wert. Was sonst noch geht, steht auf der Seite der Marktgemeinde Kremsmünster.

Weitere kurze Runden findest du bei den Hügel-Hoppern.

Bilder von der Tour

Zum Vergrößern auf ein Bild tippen.

Der Gedenkstein an die Gablonzer Glasfacharbeiter auf der Wiese am Fuß des Kreuzbergs
Der Gedenkstein an die Gablonzer Glasfacharbeiter auf der Wiese am Fuß des Kreuzbergs
Schmaler Pfad, der zwischen Gebüsch den Hang hinaufführt
Schmaler Pfad, der zwischen Gebüsch den Hang hinaufführt
Laubbedeckter Waldboden am Aufstieg, der Weg ist kaum noch zu erkennen
Laubbedeckter Waldboden am Aufstieg, der Weg ist kaum noch zu erkennen
Dichtes Haselgebüsch rund um den verwachsenen Steig
Dichtes Haselgebüsch rund um den verwachsenen Steig
Blick vom Hang hinunter auf den Gedenkstein und die Straßenkreuzung am Ortsrand
Blick vom Hang hinunter auf den Gedenkstein und die Straßenkreuzung am Ortsrand
Das Gipfelkreuz aus der Nähe, daneben eine Holzbank
Das Gipfelkreuz aus der Nähe, daneben eine Holzbank

Karte & Anfahrt

Markiert ist der Ausgangspunkt, nicht der Wegverlauf. Verortet über Einstieg des Kreuzbergwegs an der Gablonzer Straße, beim Gedenkstein. Der Ausschnitt reicht bis Gipfelkreuz Kreuzberg — dort endet die Tour. Eine Linie dazwischen zeichnet diese Karte nicht. Kartendaten: OpenStreetMap-Mitwirkende · größere Karte öffnen

Für den genauen Wegverlauf samt Höhenprofil nutze bitte alpenvereinaktiv und vergleiche mit meiner Beschreibung — dort sind die markierten Steige amtlich erfasst.

Häufige Fragen

Wo startet der Weg auf den Kreuzberg in Kremsmünster?

An der Gablonzer Straße auf Höhe der Papiermühlstraße, beim Gedenkstein auf der Wiese. Dahinter führt der Steig den Hang hinauf. Ein eigener Parkplatz ist nicht vorhanden, rundum sind Wohnstraßen; die Bushaltestelle Kremsmünster Glasgasse liegt rund 120 Meter entfernt.

Wie lange dauert der Aufstieg auf den Kreuzberg in Kremsmünster?

Rund sieben Minuten ab der Einstiegsstelle, bei geschätzten 50 Höhenmetern. Die Strecke misst rund 90 Meter bis zum Kreuz, hin und retour knapp 200. Damit ist der Kreuzberg einer der kürzesten Gipfel, die man überhaupt gehen kann — er geht sich auch zwischendurch aus.

Was hat es mit dem Kreuz am Kreuzberg auf sich?

Das Kreuz steht schon lange auf der Anhöhe. In den Fünfzigerjahren wurde es von der Gablonzer Genossenschaft restauriert und ab damals nachts beleuchtet; aus dieser Zeit stammen auch der Fußweg in seiner heutigen Form und die Bänke. Die Beleuchtung ist derzeit allerdings nicht in Betrieb.

Was steht auf dem Gedenkstein am Kreuzberg?

Der Stein am Fuß des Hügels erinnert daran, dass 1946 heimatvertriebene Glasfacharbeiter aus dem Bezirk Gablonz an der Neiße diese Siedlung gegründet haben, mit Dank an das Land Oberösterreich und die Marktgemeinde Kremsmünster. Daher stammen auch die Straßennamen Gablonzer Straße und Glasgasse.

Ist der Weg auf den Kreuzberg markiert?

Nein. Der Weg ist unmarkiert und inzwischen sehr verwachsen. Verlaufen kann man sich auf dem kleinen Hügel zwar kaum, festes Schuhwerk und lange Hosen sind aber ratsam.

Hat man vom Kreuzberg Aussicht?

Kaum. Oben steht ein großes Gipfelkreuz, der Blick ins Land ist durch den Bewuchs aber weitgehend verstellt. Dafür ist es ein ruhiges, einsames Platzerl mitten im Ort.

Wo liegt der Kreuzberg in Kremsmünster?

Mitten im Ort: ein bewaldeter Hügel zwischen Glasgasse und Papiermühlstraße, direkt über der Krems. Oben steht ein Gipfelkreuz.

Ist das der Kreuzberg bei Krems an der Donau?

Nein. Der bekanntere Kreuzberg ist der Hausberg von Krems in Niederösterreich, rund 170 Kilometer entfernt. Dieser hier liegt in Kremsmünster im oberösterreichischen Traunviertel und ist deutlich kleiner.

Das könnte auch zu dir passen

Denverkogel 825m

Denverkogel 825m

Steinbach am Ziehberg · Traunviertel

825 m · 350 hm

Hügel-Hopper